Entspannt durch die Wechseljahre – Wie geht denn das?

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Manch eine Frau fürchtet sich vor ihren Wechseljahren – ist das nötig?

Die Wechseljahre sind eine tiefgreifende Umstellungszeit im Leben der Frau, nicht nur hormonell und körperlich, sondern auch psychisch und sozial. Dazu gehört auch eine grundlegende Neuorientierung, die vom inneren Prozess, oft aber auch durch äußere Veränderungen angestoßen werden. Verpflichtungen durch Kinder und ähnliches fallen oft weg und folgende Fragen drängt sich auf:

  • Was will ich mit meiner verbleibenden Lebenszeit machen?
  • Was will ich noch erreichen?
  • Was fehlt mir noch, um diese Lebensphase gut zu beenden?
  • Was will ich nicht mit in meine nächste Phase nehmen?
  • Was heißt es für mich, die fruchtbare Lebenszeit hinter mir zu lassen?
  • Was gilt es, emotional los zu lassen?
  • Wer will ich jetzt sein?
  • Was bedeutet es für mich, zu altern?

Sich diesen Fragen zu stellen, ist grundlegend für die erfolgreiche Bewältigung des Wechselprozesses. Viele Frauen gehen völlig ohne Beschwerden durch den Wechsel, wenn aber Symptome auftreten, stehen die oft auf spannende Art und Weise mit dem im Zusammenhang, was psychisch noch nicht bewältigt ist. Bei Hitzewallungen etwa ist vielleicht die Frage nicht beantwortet, wofür eine Frau brennt. Oder die Schweißausbrüche, was will herausbrechen? Sich diesen Fragen zu stellen, erleichtert oft sehr die körperliche Ebene, die nun kein Thema mehr symbolische zu thematisieren braucht.

Auch auf der körperlichen Ebene können sich Erkrankungen im Schoßraum manifestieren, die  sich schon über Jahrzehnte aufgebaut haben. Hat eine Frau zum Beispiel zu wenig Durchblutung im Schoßraum, hat sie möglicherweise bereits seit langem schmerzvolle Blutungen, Klumpenbildung im Blut und lange Zyklen. Wenn sie sich nicht darum gekümmert hat, kann sich über die Zeit daraus zum Beispiel ein Myom entwickeln. Das hat eigentlich nichts mit dem Wechsel an sich zu tun, sondern ist Ausdruck der aufgeschobenen Beschwerden. Natürlich kommen diese Dinge leicht um den Wechsel heraus, da es ja Zeit braucht, bis sie entstehen. So zeigt sich im Wechsel oft, wie wichtig eine Frau ihre Weiblichkeit und ihre Bedürfnisse zuvor genommen hat.

Ich vergleiche den Wechsel gerne mit der Pubertät, die ja die fruchtbare Zeit der Frau am anderen Ende begrenzt. Beide Prozesse beinhalten umfassende Veränderungen, die über einige Jahre vor sich gehen. Die Tabuisierung des Wechsels ist aber noch viel ausgeprägter, so dass viele Frauen nicht über ihre Beschwerden sprechen und sich keine Unterstützung holen. Alleine der Austausch, wie er etwa in Frauengruppen und hoffentlich auch zwischen Freundinnen stattfindet, kann den Umgang mit der Situation deutlich entspannen. Auch die Achtung vor dem Alter, besonders bezogen auf alte Frauen, ist in unserer Gesellschaft kaum mehr gegeben. Diese Einzufordern und ganz wesentlich, den eigenen alten Frauen zu geben, ist ganz entscheidend, um fräudvoll altern zu können.

So meine Einladung an dich: Begegne deinem Wechselprozess voller Neugier und Offenheit für die, zu der du dich entfalten wirst. Lade sie herzlich ein und teile deinen Weg dorthin mit anderen Frauen, damit es ein fräudvoller Aufbruch werden kann!

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