Selbstfürsorge

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Das Thema Selbstfürsorge ist für viele Frauen ein schwieriges. Es gibt so viel zu tun und den Wunsch, die vielen Erwartungen rundherum zu erfüllen. So reagieren viele Frauen in den Beratungen mit einem leicht verzweifelten Schnauben, wenn es um das Thema Selbstfürsorge geht. Genau deswegen möchte ich hier ein paar Gedanken dazu teilen und bin gespannt auf deine Reaktion!

Was bedeutet Selbstfürsorge genau? Ich verstehe darunter alles das, was einer Frau wirklich gut tut, ihrer Gesundheit nutzt und sie in ihre Kraft bringt. Das ist mir wichtig, klar anzuschauen und dafür möchte ich das Thema Körperpflege nutzen: Spür mal genau hin, was tust du wirklich nur für dich selbst und was, um anderen zu gefallen? Wenn du dir zum Beispiel deine Nägel lackierst, weil du Fräude daran hast, du dich vielleicht weiblich oder schön damit fühlst, dann ist es Selbstfürsorge und wunderbar. Wenn du dir deine Nägel lackierst, weil es vielleicht im Beruf als Outfit erwartet wird, dann ist es Anpassung. Beides ist OK und manchmal überschneiden sich die Bedürfnisse ja auch, mir ist nur wichtig, dass du es nicht verwechselst und eigentlich viel zu kurz kommst.

Natürlich ist das Beispiel der lackierten Nägel kein sehr tiefgreifendes, vielleicht magst du mal nachspüren, wie es dir in den folgenden Bereichen geht: Ruhebedürfnis, Rückzug, Spaß haben, Natur erleben, Sexualität, Abwechslung leben, Selbstreflexion, Gesundheitsvorsorge, Bewegung, Essen, Struktur, Austausch mit Gleichgesinnten – Das sind einige wichtige Bereiche ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wo bist du gut satt und was fehlt dir im Leben?

Frauen wurden sehr oft dazu erzogen, selbstlos für andere da zu sein. Um dauerhaft auch wertvoll und gesund im sozialen Miteinander mitgestalten zu können und auch Verantwortung für andere tragen zu können, braucht es aber eine gute Basis. Das ist die Funktion der Selbstfürsorge, sie hilft uns, die Batterien aufgeladen zu halten und in der Kraft zu bleiben. Dann macht es Fräude, sich selbst zu entfalten und auch für andere da zu sein, ganz ohne Selbstaufopferung.

Deswegen: Sei die Sonne in deinem Sonnensystem und erlaube den anderen, sich um dich zu drehen!

Zyklusaufzeichnungen – wozu denn das?

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Dein Zyklus folgt einem bestimmten Muster, das sich mit den Jahreszeiten vergleichen lässt. Da gibt es den Frühling für die Zeit nach der Blutung, den Sommer für die Zeit des Eisprungs, den Herbst für die Zeit vor der Blutung und den Winter für die Blutung selbst. Jede dieser Zeiten hat ihre besonderen Bedürfnisse und ihre Superkräfte, von denen viele Frauen gar nichts wissen.

Ein wichtiges Instrument, um diese Schätze zu heben, sind Zyklusaufzeichnungen. Dafür stelle ich dir ein Zyklusrad zur Verfügung, in das du deine psychische Befindlichkeit, deinen körperlichen Zustand, deine Energie, dein Lustempfinden und vieles mehr eintragen kannst. Für jeden Tag steht eine Spalte zur Verfügung, die du mit Farben, Symbolen und vielem mehr ausfüllen kannst. Wunderbar ist es auch, die Phasen der Mondin dazu einzutragen.

Du wunderst dich vielleicht, warum ist das ein Zyklusrad? Vielleicht hast du die Tendenz, einfach in deinen Kalender zu zeichnen. Gerade das Rad empfinde ich als so wichtig, es spiegelt die zyklische Widerkehr der Phasen und führt dir vor Augen, dass es hier kein Ziel zu erreichen gibt. Der Zyklus ist kein lineares Zusteuern auf etwas, wohin du dich ausrichten sollst, sondern ein nahtloser Übergang der Phasen ohne Anfang und Ende. Was zählt, ist das jetzt und das Vertrauen ins Morgen.

Mach diese Aufzeichnungen über ein paar Monate jeweils auf einem neuen Blatt. Leg dann die einzelnen Zyklusräder nebeneinander und du wirst sehen, wie sich zunehmend ein Muster abzeichnet, das deine ganz persönlichen Veränderungen im Verlauf des Zyklus widerspiegelt. Nun kannst du beginnen, deine Erkenntnisse, Bedürfnisse und besonderen Fähigkeiten einzuplanen. Du kannst dich darauf verlassen, dass sie im selben Muster immer wieder kommen und so kannst du sie nutzen, um dein Leben entspannter und deine Selbstfürsorge stimmiger zu gestalten. Du kannst darauf vertrauen, dass alles seine Zeit hat und diese Zeit auf immer wieder kommen wird, Zyklus für Zyklus.

Um so länger du dir diesen kleinen Moment für dich nimmst, deinen Zyklus zu beobachten, um so tiefer werden deine Erkenntnisse werden. Manche bereichernde Aha-Erlebnisse zeigen sich erst nach Jahren und dein Zyklus verändert sich im Laufe deines Lebens auch immer wieder. Nimm dir diese wertvolle Zeit für dich selbst!

Viel Fräude damit!