Bäume retten – mit unserem Mondblut

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Das weibliche Mondblut ist eine magische Substanz, die wunderbare Dinge vollbringen kann. Sie ist das einzige Blut, das völlig friedlich und liebevoll fließt, ohne Verletzung, Krankheit oder gar Gewalt. Es ist voller Stammzellen und Lebenskraft. Deswegen ist es so ein unendlich wertvoller Saft, der heilige Gral der Geschichte!

Schon seit langem arbeite ich gemeinsam mit anderen Frauen daran, unsere Weiblichkeit zu heilen, indem wir die Kraft unserer Menstruation wieder in Besitz nehmen. Es ist heilsam für uns, Rituale mit unserem Blut zu machen und so uns so mit unserem Schoßraum zu versöhnen. In diesem Kontext habe ich schon oft dazu eingeladen, das Mondblut in die Natur zu bringen oder auch schamanisch zu bluten, indem du dein Blut direkt in die Natur fließen lässt. Welch ein Erlebnis!

Nun hat das ganze eine weitere Dimension bekommen, denn die Natur, Mama Gaia braucht unsere Hilfe. Viele Lebewesen sind schon ausgestorben, viele sind bedroht. Auch die Bäume sind bereits unter ihrer Critical Mass angelangt. Doch wir können jenseits der üblichen Schritte etwas dagegen tun: Wir können dazu beitragen, die Bäume zu stärken, indem wir ihnen unser Mondblut schenken. Wir zeigen ihnen so, dass es uns nicht egal ist, was auf diese Welt passiert und helfen ihnen, ihre unterirdische Kommunikation miteinander wieder aufzubauen. So bringt ein berührendes Ritual Heilung nicht nur für uns Frauen, sondern auch für Mama Gaia und ihre Wesen.

Diese Idee konnte ich nun gemeinsam mit drei wunderbaren Frauen auf der Ebene einer internationalen Vereinigung etablieren. Wir sind dabei, einen Verein zu gründen, der diese Idee in die Welt hinaus trägt und darüber hinaus Frauenwissen vernetzen und rote Zelte anbieten will. Das ist ein Non-Profit-Angebot und lebt von jeder Frau, die sich aufmacht, ihren Beitrag zu leisten. Komm auch du und trag etwas bei, ganz leise für dich, oder mach deine Schritte zur Ermutigung für andere Frauen sichtbar!

www.redtaratree.com

Nehmen wir unsere alte Rolle als Hüterinnen von Mutter Erde wieder in Besitz und verbinden wir uns miteinander und mit allen Wesen auf Mama Gaia, denn so kann es nicht weitergehen! Schon die Hopi sagten:

„When Women start again to offer their blood to Earth,

men will come home from war and there will be peace.“

Was es heißt, die Göttin zu lieben!

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Als Priesterin der Göttin werde ich immer wieder gefragt, was das eigentlich sein soll, der Göttinnenglaube. Deswegen möchte ich hier darstellen, was es eigentlich heißt, die Göttin zu lieben:

Die Göttin, das ist nicht einfach nur ein weiblicher Gott, das ist ein komplett anderes Welt- und Selbstbild. Ich werde hier versuchen, das auf den Punkt zu bringen. Die Göttin steht für die ursprüngliche göttlich weibliche Kraft, die sich in jeder Frau und in jedem Menschen wiederspiegelt. Die Macht der Göttin ist keine Macht über andere, sie ist die Eigenmacht, die Selbstbestimmung über das eigene Leben. Ja, da finden sich durchaus die Unterschiede zwischen dem Patriarchat, wo über andere geherrscht wird und dem Matriarchat, in dem der tiefe Respekt vor der Vielfalt des Lebens und der Eigenmacht jedes Menschen richtungsweisend sind.

Entsprechend ist die Göttin keine, die Unterwerfung verlangt und Gebote ausgibt, sondern eine, die einläd, sich der Liebe zum Leben hinzugeben. Ja, dem Leben in allen seinen Facetten, dem Licht und der Dunkelheit, der Fräude und dem Schmerz. Daraus resultiert Selbstliebe und tiefer Respekt auch vor allem anderen, das lebt, sich fräut, trauert, sich fürchtet und über sich hinauswächst.

Verwirrung entsteht auch immer wieder angesichts der Göttin als große Allmutter allen Lebens und zugleich vielen verschiedenen Göttinnen, die Lebensphasen und höhere Weisheiten verkörpern. Ich denke, dass es ursprünglich die eine Göttin war, an die so viele Menschen der Urzeit geglaubt haben und deren Spuren ArchäologInnen so zahlreich finden und gefunden haben. Durch den Beginn des Patriarchates entstand die Notwendigkeit, die Göttin zu schmälern und zu verkleinern, in diesem Fall zu zerkleinern in viele einzelne Aspekte ihres Seins. So entstanden die vielen einzelnen Göttinnen rund um die Erde, die uns heute Inspiration sein können in alle den verschiedenen Lebenslagen, in denen wir ihre Unterstützung suchen. In der Einheit zu sein, das All-Eins zu spüren, bedeutet aber immer auch, die ganze Vielfalt des Lebens anzunehmen, wo sich der Kreis dann wieder schließt.

Die Werte der Göttin sind Eigenverantwortung, Selbstbestimmung und sexuelle Unabhängigkeit, die Liebe zur KörperIn in allen ihren Ausdrucksformen, die Wertschätzung allen Lebens in seiner bunten Ausdrucksvielfalt und das Recht auf ein gutes, würdevolles Leben für alle. Und JA, auch für Männer! Deswegen gibt es auch sie, die Männer, die die Göttin lieben!

Es liegt auf der Hand, das die Göttin zutiefst mit der Natur verwoben ist. Ihre Feste sind die Feste des Jahreskreisen und viele sehen Mutter Erde selbst als die Göttin an. So zeigt auch das Bild dieses Beitrags die Göttin als Gaia, wie sie zum Jahrtausendwechsel entworfen wurde.

Als Symbol für die weibliche Urkraft bringt die Göttin alle Verletzungen der Weiblichkeit durch das Patriarchat wieder ins Bewusstsein. So drängen sie auf Heilung und Ganzwerdung in körperlicher, geistiger, sozialer und spiritueller Hinsicht. Deswegen ist die Liebe zur Göttin gleichbedeutend mit einer radikale Liebe zu sich Selbst, die sich durch Selbstfürsorge und Treue zum eigenen Sein, zur eigenen Verwirklichung ausdrückt. Sie bringt unsere Talente zum Vorschein, die auch andere zutiefst beglücken und erfreuen, schafft genau dadurch aber Platz auch an der Fräude am So-Sein des anderen, ohne Konkurrenz und Unterdrückung.

Auch du bist herzlich willkommen im Kreis der Göttin!